Fensterumschläge: Fensterposition und Maße

Bei einem DIN-lang-Umschlag nach DIN 680 ist das Fenster 90 × 45 mm groß und liegt 20 mm vom linken und 15 mm vom unteren Rand. Damit die Anschrift im Fenster erscheint, muss der Brief nach DIN 5008 aufgebaut und an den Falzmarken gefaltet sein.

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Fenstergrößen und Positionen

UmschlagFensterLage des Fensters
DIN lang (110 × 220)90 × 45 mm20 mm von links, 15 mm von unten
C6/5 (114 × 229)90 × 45 mm20 mm von links, 15 mm von unten
C5 (162 × 229)meist 90 × 45 mm20 mm von links, Höhe je nach Hersteller
C4 (229 × 324)meist 90 × 45 oder 90 × 55 mm20 mm von links, Lage passend zum ungefalteten Brief

DIN 680 legt die Fensterlage für die gängigen Formate fest. Bei C5 und C4 gibt es in der Praxis mehr Varianten, weil diese Umschläge seltener maschinell befüllt werden. Wer viele Briefe in C4 verschickt, sollte einen Probebrief einlegen, bevor er eine große Menge bestellt.

So passt der Brief ins Fenster

Das Anschriftfeld nach DIN 5008 beginnt 20 mm vom linken Blattrand und ist 85 mm breit. Damit liegt es genau hinter dem Fenster, das ebenfalls 20 mm vom linken Rand beginnt. Die Höhe hängt von der Briefform ab:

  • Form B (häufiger): Anschriftfeld ab 45 mm vom oberen Rand. Gefaltet wird an den Falzmarken bei 105 mm und 210 mm.
  • Form A: Anschriftfeld ab 27 mm vom oberen Rand. Gefaltet wird bei 87 mm und 192 mm.

Legen Sie den Brief mit der Schrift nach oben hin. Klappen Sie das untere Teil an der unteren Falzmarke nach oben und das obere Teil an der oberen Falzmarke nach hinten. Die Anschrift liegt dann außen. Mit dieser Seite zum Fenster in den Umschlag gesteckt, sitzt das Anschriftfeld genau im Fenster.

DIN 5008 Form BBriefkopf 45 mmAnschriftfeld85 × 45 mmInformationsblockFalzmarke 105 mmFalzmarke 210 mmLochmarke 148,5 mmFeld ab 45 mmRand links 25 mm, rechts mind. 20 mm
Brief nach DIN 5008, Form B: Anschriftfeld, Informationsblock, Falz- und Lochmarke, maßstabsgetreu.

Warum die Adresse manchmal verrutscht

Fast immer liegt es an einer von drei Ursachen:

  1. Falsche Falzung: Wer genau in Drittel faltet (99 mm), statt an den Falzmarken (105 mm bei Form B), verschiebt die Anschrift um 6 mm nach unten.
  2. Zu viele Zeilen: Das Anschriftfeld hat Platz für sechs Zeilen Anschrift. Eine siebte Zeile rutscht unter das Fenster.
  3. Vorlage mit falschem Abstand: Manche Briefvorlagen aus dem Internet setzen das Feld nach der alten DIN 676 bei 50 mm. Seit 2011 gelten 45 mm (Form B).
So prüfen Sie Ihre Vorlage

Drucken Sie einen Probebrief, falten Sie ihn und halten Sie ihn mit dem Umschlag gegen das Licht. Die Anschrift sollte mit mindestens 5 mm Abstand zum Fensterrand stehen. Bei Sichtschutzumschlägen mit Innendruck sehen Sie das am besten, wenn Sie den Brief einlegen und von vorne schauen.

Die Zusatz- und Vermerkzone

Über der eigentlichen Anschrift liegt die Zusatz- und Vermerkzone. Dort stehen die Rücksendeangabe (die kleine Absenderzeile) oder Vermerke wie „Einschreiben“. Bei Form B hat diese Zone fünf Zeilen, bei Form A drei. Sie liegt ebenfalls im Fenster und muss deshalb lesbar bleiben.

Häufige Fragen

Wie groß ist das Fenster bei einem DIN-lang-Umschlag?

90 × 45 mm, mit 20 mm Abstand zum linken und 15 mm zum unteren Rand.

Wo muss die Adresse stehen, damit sie im Fenster erscheint?

Im Anschriftfeld nach DIN 5008: 20 mm vom linken Rand, 85 mm breit, bei Form B ab 45 mm vom oberen Rand.

Wie falte ich einen Brief für einen Fensterumschlag?

An den Falzmarken: bei Form B 105 mm und 210 mm von oben. Erst das untere Drittel nach oben, dann das obere nach hinten.

Welche Norm regelt Fensterumschläge?

DIN 680 legt Formate und Lage der Fenster fest. Den Brief selbst regelt DIN 5008.