Papiersorten und Laufrichtung

Im Druck unterscheidet man vor allem gestrichene Papiere (Bilderdruck, glänzend oder matt) und ungestrichene Papiere (Offset- und Naturpapier). Gestrichene Papiere zeigen Fotos brillanter, ungestrichene lassen sich besser beschreiben. Für das Falzen entscheidend ist die Laufrichtung der Fasern.

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Die wichtigsten Papiersorten

SorteEigenschaftenGut für
Bilderdruck glänzendgestrichen, glatt, hoher Glanz, kräftige FarbenFotos, Kataloge, Flyer mit vielen Bildern
Bilderdruck mattgestrichen, ohne Glanz, keine SpiegelungBroschüren, Geschäftsberichte, Flyer mit viel Text
Bilderdruck seidenmattzwischen matt und glänzendAllrounder für gemischte Inhalte
Offsetpapierungestrichen, griffig, gut beschreibbarBriefbogen, Formulare, Notizblöcke
Naturpapierungestrichen, oft mit Struktur, hohes VolumenEinladungen, hochwertige Drucksachen
Recyclingpapieraus Altpapier, je nach Sorte leicht grau oder sehr weißBüro, Umweltberichte, alles mit Nachhaltigkeitsanspruch
Kartonab etwa 150 g/m², steifPostkarten, Visitenkarten, Umschläge von Broschüren

Gestrichen oder ungestrichen?

Gestrichenes Papier hat eine Oberfläche aus feinen Pigmenten. Die Farbe bleibt oben liegen und wirkt brillant. Ungestrichenes Papier saugt die Farbe stärker auf. Bilder wirken dadurch etwas matter und weicher, dafür lässt sich das Papier mit jedem Stift beschreiben und fühlt sich natürlicher an.

Für die Datenaufbereitung heißt das: Gestrichenes Papier braucht ein anderes Farbprofil als ungestrichenes (meist PSO Coated v3 gegenüber PSO Uncoated v3). Wer das verwechselt, bekommt zu dunkle oder zu flaue Bilder. Mehr dazu unter Druckdaten erstellen.

Umweltzeichen

  • Blauer Engel: Recyclingpapier aus 100 % Altpapier mit strengen Vorgaben zur Herstellung.
  • FSC und PEFC: Frischfaserpapier aus Holz, das nach den Regeln der jeweiligen Organisation bewirtschaftet wird. FSC Recycled kennzeichnet Recyclingpapier.
  • EU Ecolabel: Umweltzeichen der EU mit Kriterien für Herstellung und Chemikalien.

Laufrichtung: Schmalbahn und Breitbahn

In der Papiermaschine richten sich die Fasern überwiegend in eine Richtung aus, die Laufrichtung. Parallel dazu lässt sich Papier leichter biegen und falzen, quer dazu ist es steifer und reißt eher.

Schmalbahn (SB)
Die Laufrichtung verläuft parallel zur langen Seite des Bogens.
Breitbahn (BB)
Die Laufrichtung verläuft parallel zur kurzen Seite des Bogens.

Die Regel für die Praxis ist einfach: Die Laufrichtung soll parallel zum Falz verlaufen. Bei Büchern und Broschüren also parallel zum Rücken. Sonst wellen sich die Seiten, der Falz bricht auf, und Bücher lassen sich schlecht aufschlagen. Bei Visitenkarten und Postkarten ist eine Laufrichtung parallel zur langen Seite steifer gegen Durchbiegen.

So erkennen Sie die Laufrichtung

  1. Biegeprobe: Biegen Sie das Blatt einmal längs und einmal quer, ohne zu knicken. In Laufrichtung gibt es leichter nach.
  2. Reißprobe: In Laufrichtung reißt Papier gerader. Quer dazu wird der Riss ausgefranst und läuft schief.
  3. Feuchtprobe: Befeuchten Sie einen Streifen einseitig. Er rollt sich so, dass die Rollachse parallel zur Laufrichtung liegt.
  4. Verpackung: Auf Riesverpackungen steht die Laufrichtung oft als Pfeil oder als Maßangabe, bei der die Maßzahl in Laufrichtung unterstrichen ist.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen matt und glänzend?

Beide sind gestrichene Bilderdruckpapiere. Glänzendes Papier zeigt Farben brillanter, spiegelt aber. Mattes Papier ist ruhiger und besser lesbar.

Was ist Laufrichtung bei Papier?

Die Richtung, in der die Fasern überwiegend liegen. Parallel dazu lässt sich Papier leichter falzen und biegen.

Was bedeutet Schmalbahn?

Die Laufrichtung verläuft parallel zur langen Seite des Bogens. Bei Breitbahn verläuft sie parallel zur kurzen Seite.

Welches Papier für Flyer?

Häufig Bilderdruck matt oder glänzend mit 135 bis 170 g/m². Für einen natürlicheren Eindruck eignet sich Naturpapier.